Manchmal muss man neue Wege gehen, aber dafür muss man sich auf den Weg machen


Vor zwölf Monaten, Weihnachten 2014: Krieg in Kobane? Für uns weit weg. Für Mustafa und seine Frau mit Kind der Alltag. Er Tapezierer, sie Mutter von einem Kind.

Er war fleißig, schließlich wollte er seiner kleinen Familie etwas bieten. Und der Satz, meine Kinder sollen es einmal besser haben ist auch in ihm als Vater tief verankert.

Aber was kann man tun wenn zum Frühstück schon eine Bombe fällt und zum Mittag sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft jagt? Und das alles vor der eigenen Haustür. In KOBANE!

Wie gesagt für uns gedanklich weit weit weg! Wie sagte der Schriftsteller Kempowski: Uns geht es ja noch Gold!

Mustafa muss sich entscheiden. Kämpfen für sein Land, so wie es 1945 selbst die jüngsten noch in Deutschland gemacht haben, um dann Menschenleben aufs Spiel zu setzen? Oder zu fliehen in ein sicheres Umfeld. Denn ein Vater denkt an seine Familie. Wäre er Single gewesen, er hätte nur an sein Land gedacht und gekämpft bis hin zur Aufgabe.

Wer nun behauptet es gehe bei der Flucht um wirtschaftlichen Aufstieg hat noch nie Angst haben müssen in seinem Leben, das behaupte ich einfach Mal. Und spätestens nach den ersten 10 Kilometer Fußmarsch hätten wir Blasen und würden nach Efasit schreien.

Mustafa nicht, er nimmt sein ganzes Geld und setzt es auf eine Karte. Er hat den Glauben an eine heile Welt noch nicht verloren , obwohl der IS seine Groß-Familie zerstörte und ein Schleuser nutzt diese seine Gutmütigkeit aus. In der Türkei ausgesetzt geht der lange Fußmarsch los!

Frau Kind und er. Fliehen vor dem Herodes der Neuzeit! Aber wo wird die Krippe stehen? Wo wird man angenommen sein? In seiner Hilflosigkeit, wo werden Menschen stehen, die helfen auf dem Weg?

“Ich bin dann mal weg!“ Publikumswirksam zu vermarkten auf dem Jacobsweg ist dagegen schon fast wie eine Romanvorlage.

Mustafa und seine Frau sind keine Fiktion, sie sind Realität. Und Gott ruft jeden bei seinem Namen!

Deutschland das gelobte Land. Und er will dort hin. Willkommenskultur. Vielleicht sollte man so die Worte von Angela Merkel einmal sehen. Wie in der Bergpredigt. All die ihr beladen seid kommt zu mir, ich will Euch speisen zur rechten Zeit. Will sagen, verdammt wir Satten haben die Pflicht zu helfen!

Mustafa wurde geholfen. Ein Bauer nahm sie auf in Königswinter und ein Jahr später können Mustafa und seine Frau das Wunder der Weihnacht am eigenen Leibe erfahren, denn es wurde ihnen ihr zweites Kind geschenkt. Wie in Bethlehem im Stall? Kitschig? Unreal?

Nein Mustafa ist Realität, und wenn Mustafa will, wird er uns mit seiner Geschichte begleiten in eine friedliche Welt, denn er wird nie wieder Krieg haben wollen! Und seine Kinder möchten Musik in den Ohren haben und keine Bombendetonationen.

Nur wer sich auf den Weg macht, wird auch etwas finden. Menschen. Frieden und die Botschaft der Heiligen Nacht.

Friede sei mit Dir und deinem Geiste, wie, es war am Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Gebt einander den Friedensgruß und schaut Euch in die Augen, dann wisst ihr, wer es ehrlich meint.

Frohe Weihnachten, auch Dir Mustafa und Deiner Familie! Aber auch allen anderen, die sich auf den Weg machen in eine bessere Welt. Wir alle sind die Welt. Sind die Kinder Gottes und wir müssen endlich wach werden. Kriege bringen Kriege hervor. Versöhnung schafft Frieden für die Welt. Und zum Schluss. Verbrecher und Mörder sind bitte nicht mit Flüchtlingen in einem Atemzug zu nennen, das wäre so als wenn wir den Papst als den weißen Riesen bezeichnen.

Gott zum Gruße

Wir sorgen uns um die Hunde, die zu Silvester verschreckt durch die Gegend rennen, wenn die Böllerei anfängt.
In Kobane sind es Kinder! Die schreiend sich die Ohren zuhalten, um die Bomben nicht wahrnehmen zu müssen, sofern sie lebend davon gekommen sind. Wie schön wenn wir alle stille Nacht heilige Nacht singen können. Auch Mustafa in Königswinter. Mit seinem neugeborenen Kind
Euer
Charli Wolf
http://www.charli-wolf.de

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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