Was kann ich noch, wenn ich nicht mehr kann?

Dieser Frage habe ich mich heute ausgesetzt gesehen.Was ist passiert?

Ich wurde heute zu einer Wohnungsbesichtigung gerufen, weil ich vor längerer Zeit jemand versprochen habe, sollte ich helfen müssen bin ich da. Mit diesem Satz werde ich in Zukunft etwas vorsichtiger umgehen.

Ich bin auch so ein gutmütiges Tierchen, was meint ohne mich läuft gar nichts und will immer mein Helfersyndrom abarbeiten.

Ist ja auch nichts verkehrtes denn ich helfe gerne, aber es muss auch Sinn machen.

Also lange Rede gar kein Sinn, ich wurde in eine unrenovierte 66 Quadratmeter Wohnung geführt, die ich nun anstreichen soll, weil ich ja helfen wollte.

Ich schaute mich um und bekam das helle Grausen. Also wenn ich meinen Standard anlegen würde Arbeit für 14 Tage. Die Zeit hätte ich gar nicht. Man bat mich nur das Schlafzimmer zu streichen, den Teppich zu verlegen. Aber bitte bis Dienstag. Denn Mittwoch kämen die Schränke und Donnerstag würde die hilfsbedürftige schwerstbehinderte, mir nicht unbekannte Person einziehen. Teilweise an den Rollstuhl gefesselt nach schwerem Gehirnanorisma und gelähmten Arm. Also ein unrenoviertes Wohnzimmer eine leere Küche ohne alles. Ein Badezimmer ohne Behindertengerechte Toilette und Badewanne. Vorratskammer mit Feuchtigkeitsschaden und Balkon mit unüberwindbarer Stufe. Ach so ich vergaß Teppichboden für das Schlafzimmer bereits gekauft ausgerollt im Wohnzimmer. Aber total verknickt.

und ich sagte wow und bekam zur Antwort: „Du hast gesagt Du hilfst!“ Dass ich jetzt aber der Einzige bin der noch Hand anlegt, das wurde mir in wenigen Minuten klargemacht. Aber es muss ja schnell gehen. Denn man muss schließlich die Wohnung beziehen. Das Sozialamt hat hierfür 700 Euro für alles locker gemacht. Möbel alle nicht vorhanden. 66 Quadrat unrenoviert. Und das für eine schwerbehinderte Rollstuhlfahrerin, welche bereits auch schon vor der Behinderung Sozialfall war. Ich sage Ihnen eins, mir drehte sich der Magen. Nicht weil ich zu faul bin Hand anzulegen. Sondern deshalb wie man so verrückt sein kann eine solche Wohnung für eine derart Behinderte überhaupt anzumieten. Ja Muttter hat es gemacht. Überfordert. Für Ihre Tochter, welche sich sehnsüchtig wieder die Eigenständigkeit zurücksehnt. Nach Jahren des Krankenhauses und der Abhängigkeit.

Da ist guter Rat teuer. Ich habe Bauchschmerzen. Denn ich sehe die Gefahr der Verwahrlosung auf Dauer. Obwohl Pflegedienst und Putzfrau angeblich vom “ AMT“ bezahlt wird. Nebst Wohnung. Aber 100 Euro Zuzahlung.

Ich sehe darin eine totale Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Denn wenn sie drin ist wird sie merken was alles nicht da ist. Ich empfahl eine Unterbringung in einem betreuten Wohnen. Das wurde abgelehnt. Weil ich ja helfen will.Ich glaube wir sollten uns alle mal langsam wieder bewusst sein, nur das was geht kann auch machbar gemacht werden.

Helfen mit Anstrich ist ja ok, aber was nützt es, wennn ich damit Vorschub leiste, dasss diese Person auf Dauer damit total überfordert ist. Dann hat das Sozialamt noch mehr zu leisten. Witzig ist nur, alles was nicht geht hat jemand anderes machbar zu machen. „Das steht mir zu“. Die Denke ist dann auch noch vorhanden. Und da wird mir etwas anders. Denn dafür stehe ich dann nicht zur Verfügung. Denn ich mache es aus Nächstenliebe. Aber nicht weil es jemand anderem zusteht. Da beißt sich auch bei mir die Katze in den Schwanz. Was ich nicht mehr kann. Wenn ich nicht mehr kann. Muss mich demütiger machen und nicht wütend. Das ist das Kreuz was jeder zu tragen hat. Ich glaube ich werde zum Schutz das Sozialamt informieren. Da ich Angst habe, daß diese Person wie in der Abstellkammer dann lebend untergebracht ist. Auf reichlich unrenoviertem leeren Wohnbestand. Wie man sowas überhaupt genehmigen kann ist mir schier unbegreiflich

Euer Charli

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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