Neutral bleiben und doch Stellung beziehen. Geht das?

Sie sind ein Mensch mit Ideen , der sich Gedanken macht. Sie wollen etwas bewegen. Sie sind kreativ und könnten was beitragen zur Verbesserung.

Sie wollen nicht das Rad neu erfinden. Aber haben entdeckt, dass es an manchen Stellen besser laufen könnte. Friedlicher. Effizienter. Oder auch runder? Aber Sie dürfen es nicht. Weil es eben nicht die Idee Ihres Vorgesetzten, Ihrer politischen Führung, Ihres Befehlshabers ist?

Ach Sie kennen die Situation? Das moderne Wort um solche „Wesen“ loszuwerden nennt man Mobbing. Outsourcing. Kündigung. Im schlimmsten Falle Angriff und Krieg.

Und da soll man neutral bleiben? Um seine Haut zu retten? Nur um angepasst nicht aufzufallen? Um zu überleben in jeglicher Hinsicht?

Ich erinnere mich gut wie ein Geschäftsführer mir sagte: „Die Verkaufsleiter dieser Welt werden bei dem Internet und dann auch den Call Centern in Zukunft alle wegfallen. Also richten Sie sich mal drauf ein, bald sind sie überflüssig.“

ich wollte es nicht glauben. Aber tatsächlich kam es so. Ich konnte mich nicht wehren. Genauso wie es grade tausende Banker erleben. Sie werden durch Automaten ersetzt. Wo Omi Meier unpersönlich tip tip tip macht. Error. Falsch. Erlebt. Weil sie was vergessen hat. Nämlich Ihre Brille.

Unpersönliche Welt ist das Zauberwort. Neutral. Einfach schnell. Effizient bestellt. Kein Kundenkontakt. Postbote schleppt bis 32 KILO! Und dann bin ich nicht zuhause. Denn ich will ja neutral nicht erkannt werden. Nachbar nimmts schon an!

Ist das wirklich neutral? Auf diesem Weg bin ich tausendmal mehr durchleuchtet und neutral sein geht dabei nicht mehr. Das ist Scharlataneri. Und wenn Sie jetzt dagegen Stellung beziehen? Dann sind Sie erst recht nicht mehr neutral. Denn dann werden Sie in eine Schublade gesteckt. „Ewig gestriger“. Oder politisch sofort in ein Lager verfrachtet.

als normaler Mensch einfach eine Meinung zu haben geht heute nicht mehr. Als neutraler Mensch, sind sie farblos. Weil gleichgültig. Und als Aufreger der Woche. Sind Sie der Unbequeme. Und wenn Sie dann noch eigene Vorstellungen haben und etwas bestimmen wollen? Sind Sie gleich ein Tyrann. Wo andere rebelieren.

Ich frage mich nur ohne neutral bleiben zu wollen: Wie kann dann eine Führung noch agieren? Eine Regierung noch funktionieren? Wenn alle neutral wegschauen? Aber doch auf ihre eigenen Interessen schauen müssen? Um zu überleben?

Wir leben in Zeiten der Unsicherheit. Der Neutralität. Des Draufhauens.

Und keiner sagt mehr was dazu, sondern lässt es Geschehen. Ist das die Stellungnahme, die wir brauchen um vielleicht bald in Gräbern zu liegen?

Wie oft hört man den Satz bei Beerdigungen? Wer weiss was dieser Person jetzt alles erspart geblieben ist?Tja. Deshalb. Wer Stellung bezieht, kann nicht mehr neutral bleiben und wer sich in Stellung bringt, ist weit weg von Frieden und Freude. Er ist Freund der Waffen. Und da stelle ich mich dagegen!

Euer Charli

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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