My last wish, mein letzter Wille

Es klingt so endgültig. So absolut niederschmetternd. Und doch verbirgt sich darin ein Nachdenken. Wem hinterlasse ich was und wieso?

Ja, wer schreibt denn grade sein Testament? Wer ist denn an dem Punkt angekommen, um seinen Nachlass zu regeln?Wer soll bedacht werden mit dem, was man besitzt?

Sind es die Kinder? Die sich nie gekümmert haben?
Sind es die Verwandten? Die sich nur mal auf Zufallsgenerator für zuständig gefühlt haben? Oder ist es der gerichtllich bestellte Betreuer, weil die Familie zu bequem war?

Wir leben im Zeitalter des Vererbens. Des Vererbens von Sachwerten. Von moralischen Werten. Von Werten die Deutschland zu etwas „Wertvollem “ gemacht haben.

Also wer soll das Wertvolle erhalten? Oder erwarten wir dass die Nachwelt erhält, was uns wertvoll erschien?

Eine Frage, die ich jeder Erblasser stellt.

Ich erlebe folgendes derzeit. Die junge Generation bekommt was vererbt. Hat also Vermögen. Geld! Und viele Aufgaben. Entrümpeln. Ausräumen. Loswerden.

Sachen , die niemand braucht und keiner mehr haben will. Also weg damit. Aber beim Geld hört die Wegwerfgesellschaft auf. Da schreit alles hier!

Nein noch besser. Man verlässt sich auf die Aktivität der noch lebenden Personen und spekuliert schon auf das Erbe. Ohne einen Finger dafür zu krümmen!

Die gute alte Zeit gewährt das Überleben in der Zukunft.

Aber die Zeiten wandeln sich grade gewaltig. Auch die alten denken wofür dem Nächsten noch was geben. Ich will geniessen. Ich will leben!

Meine Nachbarfamilie ist für 4 Monate nach Hawaii gereist. Familienauszeit. Kinder auf der internationalen Schule. Papa sagt ja immer wir haben uns dieses Haus, was gemietet ist, nur geliehen. Na denn! Dann ist es nur ein Abwohnen. Zum Vererben wird es hier nie kommen!

Das Zaubewort heisst heute nicht mehr Nachlass, sondern Live Balance. Und was danach kommt soll selber sehen wie es geht!

Verantwortung für seinen Nachwuchs übernimmt man nur noch in Sachen Ausbildung. Nun gut meine Nachbarn gehören einer sehr freikirchlichen Orga an. Sekte wäre schon zu viel gesagt. Aber da is das wohl normal. Manchmal sage ich dem Herr Gott Danke, danke für den Glauben , den meine Eltern uns weitergegeben haben.

Danke für das Bewusstsein Werte zu schaffen,nicht nur materielle.

Danke für den Wunsch Werte zu vererben, die noch lange Zeit nachwirken.

Ich möchte auch mein Testament machen. Will was nachhaltig Bewegendes hinterlassen. Ich werde es musikalisch tun. Wie andere als Schauspieler, die man heute noch kennt. Aber eins werde ich nie: Ein Erbe verteilen an Menschen, die es nicht verstehen, was es heisst, dafür gearbeitet zu haben!

Wer in Deutschland der „Einer wird Millionär Gesellschaft“ angehört, nur weil er geerbt hat, gehört für mich zu der Kategorie Geldadel. Die die Nase so hoch tragen, dass es reinregnet! Und die haben wirklich keine Ahnung, was es heisst so etwas erst einmal zu erwirtschaften. Wollen aber alles haben, was Ihnen die Banken dann nicht finanzieren. Obwohl sie Geld besitzen. Denn auch bei der Bank zählt ab Neuesten nur die eigene Leistung und nicht das Erbe der Vergangenheit. Ausruhen geht nicht mehr!

Deshalb my last wish: Mein Geld bekommt nur der, der auch zu meinen Lebzeiten dafür gesorgt hat, dass es mir gut ging. Alle Anderen können sich ver…Aber denen werde ich bestimmt nichts vererben!

Euer Charli

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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